E-Musik trifft U-Musik
Mit Ernster Musik und Unterhaltungs-Musik treffen Parallelwelten mit sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen aufeinander: Das gilt sowohl für die Besucher und Künstler der jeweiligen Richtung als vor allem auch für die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen. In diesem Bereich dreht es sich um Urheberschutz, Verlagswesen und die allgemeine ?Sprachlosigkeit? zwischen E- und U-Musik.
Die Nokia Night Of The Proms hat es erstmals vorgemacht und Künstler aus dem Bereich Rock / Pop und Klassik auf einer Veranstaltung unter einen Hut gebracht. Wo liegen in diesem Bereich die Chancen und die Möglichkeiten? Welche weiteren Beispiele gibt es? Worin unterscheidet sich die Musikwirtschaft der E-Musik von der Musikwirtschaft der U-Musik?
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Klaus Wollny
Hanseatische Konzertdirektion GmbH
"E-Musik - U-Musik = Schlechte Musik oder gute Musik?"
Wer hat wann zu welchem Zweck die Unterteilung in E- und U-Musik vorgenommen? Machen in heutiger Zeit diese Trennungen überhaupt noch Sinn? Gibt es ästhetische Kriterien, die eine Trennung Von E- und U-Musik überhaupt rechtfertigen? Welche (finanziellen) Interessen stehen hinter diesen musikalischen Kategorien? Bringen in Zukunft Cross-Over-Projekte die Überwindung der Trennung von E- und U-Musik?
Donnerstag, 24.09.2009, 14:00 - 15:30 Uhr
Download: Tarifuebersicht_Veranstaltungen.pdf (168 KB)
Download: Tarifuebersicht_EMusik.pdf (83 KB)
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Angelika Bachmann |
Angelika Bachmann
Iris Siegfried
Salut Salon
Kerstin Thiel
A.S.S. Concert und Promotion GmbH
Salut Salon - Klassik mal anders!
'Virtuos, hochmusikalisch und verspielt' oder aber 'Klassik, Chanson und Entertainment' könnten beides Slogans aus den vielen Kritiken sein, die das Hamburger Damen-Quartett Salut Salon bereits bekommen haben.
In den weltweiten Konzerten zeigen die musikalisch hoch ausgebildeten Musikerinnen immer wieder, wie sie ernste Klassik mit viel Witz und Charme 'alltagstauglich' machen und den jungen Zuschauern die Angst vor Saiteninstrumenten und Piano nehmen. Selbst Michael Jackson und die Ärzte werden da schnell einmal in die Arrangements mit eingebaut. Und bei ihrem Projekt "Coole Streicher" bringen sie schon dem Nachwuchs den richtigen Umgang mit Geige, Cello und Kontrabass bei.
Im Rahmen des Vortrags erzählen die Gründerinnen Iris Siegfried, Angelika Bachmann und ihre Agentin Kerstin Thiel über ihre Geschichte sowie Tücken des Bookings im Gegensatz zu den eher vertrauten Rock- und Popkonzerten ...
Freitag, 25.09.2009, 10:00 - 11:00 Uhr
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Dr. Christian Kuhnt
Konzertdirektion Dr. Rudolf Götte GmbH
"Die öffentliche Hand als Konzertveranstalter - Wie viel Staat braucht die Musik?"
Mit der Eröffnung der Alten Oper in Frankfurt und der Philharmonie in Köln entstanden in den 80er Jahren auf dem Gebiet der klassischen Musik erstmals zwei große, von der öffentlichen Hand geförderte Konzertveranstalter. Damit etablierten sich subventionierte Veranstaltungsreihen in Konkurrenz zu den traditionellen Konzertzyklen. Dies veränderte die Bedingungen zum Veranstalten von E-Musik gegenüber der U-Musik grundlegend. Welche Auswirkungen dies auf das Musikleben hat, wird in dem Beitrag diskutiert.
Freitag, 25.09.2009, 11:30 -13:00 Uhr
Knut von Maydell
Elbjazz Festival
"Jazz zwischen E- und U-Musik"
In meinem Vortrag wird es allgemein um Sinn und Unsinn der Einteilung von Musik und um die hinter solchen Einteilungen stehenden kulturellen Funktionen von Musik gehen.
Dabei wird der interkulturelle Aspekt eine besondere Rolle spielen, denn die Schwierigkeiten und Grenzen der Einteilung von Musik sollen am Beispiel des Jazz verdeutlicht werden. Daher kommen auch die kulturellen Besonderheiten und Unterschiede zwischen den USA und Europa zur Sprache. Die von Anfang an bestehenden Wechselwirkungen zwischen Jazz und europäischer Musik werden in einem historischen Abriss dargestellt und durch Musikbeispiele veranschaulicht.
Da der Jazz sich seit den 60er Jahren zunehmend ethnische Musiken aus aller Welt aneignet, soll auch auf die Einteilung der Musikwelt ein Blick geworfen werden. Die Bedeutung der für die europäische Einteilung maßgeblichen Institution Kunst wird im interkulturellen Vergleich besonders hervorgehoben.
Knut von Maydell schreibt die Essays für die Website des Festivalprojektes Elbjazz, dort zu finden unter Jazz-Häppchen.
Mit dabei ist Tina Heine, die Initiatorin des Elbjazz Festivals 2010.
Freitag, 24.09.2009, 14:00 - 15:00 Uhr
Milena Ivkovic
Philharmoniker Hamburg
Anke Göbber
Jung von Matt /Alster
"E wie Emotion - Neue Wege in der Vermarktung klassischer Musik"
Die Einstellung zum Marketing ist in Kulturbetrieben häufig von Vorurteilen und Missverständnissen geprägt und wird von vielen Institutionen als Tätigkeit angesehen, die kommerziellen Organisationen überlassen werden soll.
An den Praxisbeispielen des KONZERTHAUS DORTMUND und der PHILHARMONIKER HAMBURG wird gezeigt, dass Marketing für Kultur nicht zu deren Kommerzialisierung führen muss, sondern kulturellen Projekten hilft, ihre ideellen und publikumsbezogenen Ziele besser zu erreichen.
In dem Vortrag werden die zahlreich prämierten Kampagnen der Werbeagentur Jung von Matt gezeigt. Sie unterstützen exemplarisch die These, dass Werbung die Kunst nicht verrät oder ruiniert, sondern ihr hilft, keine isolierte, entfremdete und nicht mehr mit der Gesellschaft verbundene Erscheinung zu sein.
Freitag, 25.09.2009, 15:30 -17:00 Uhr
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